

Am Beginn einer Akupunkturbehandlung wird eine je nach Schwere oder Komplexität der Beschwerden unterschiedlich umfangreiche Anamnese erhoben. Diese besteht aus einer chinesischen Pulsdiagnose, einer Zungendiagnose und einer Befragung des Patienten über seine Krankheitsvorgeschichte, seine körperlichen und seelischen Befindlichkeiten und seine Reaktionen auf äußere Einflüsse (z.B. Wetterempfindlichkeit).
Aufgrund dieser Betrachtungen wird ein Behandlungsplan erstellt. Dieser besteht aus einem Programm für die Nadelung und evtl. die Moxibustation. In den weiteren Akupunktursitzungen erfolgt die Nadelung ausgewählter Punkte, die nahezu schmerzfrei ist, da ich sehr dünne Nadeln verwende. Im Durchschnitt werden 3-10 Nadeln verwendet. Diese verbleiben 20-30 Minuten im Körper, währenddessen liegt der Patient entspannt auf einer Liege.
Grundsätzlich kann man sagen, dass akute Erkrankungen schneller zu heilen sind als chronische. Bei einer Erkältung kann eine Akupunkturbehandlung durchaus ausreichend sein, z.B. bei einer chronischen Hauterkrankung ist in der Regel ein längerer Behandlungszeitraum notwendig. Meist lässt sich nach ca. 6 Sitzungen erkennen, wie ein Patient auf die Akupunktur reagiert und eine ungefähre Prognose kann gestellt werden. In der Traditionellen chinesischen Medizin wird eine Behandlungsreihe von 10 Sitzungen als „eine Behandlung“ betrachtet.
Bei chronischen Erkrankungen wird in der Regel einmal wöchentlich akupunktiert. Bei akuten Erkrankungen (z.B. einem fieberhaften Infekt) kann eine tägliche Behandlung sinnvoll sein, bei starken Schmerzzuständen im Anfangsstadium der Behandlung können die Intervalle auch kürzer gewählt werden.